Siemens

ECHOGRAPH

für Fehlerortung an Fernsprechleitungen

Rel 3 L 93

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Aus der Bedienungsanleitung:

I. Anwendung
II. Elektrische Werte
III. Arbeitsweise
IV. Bedienungsanleitung
V. Zubehör, Maße und Gewichte


I. Anwendung

Dieses Gerät - es arbeitet nach dem Prinzip der Impulsecho-Auswerung - dient zur Fehlerortung an symmetrischen und unsymmetrischen Fernmeldeleitungen. Mit ihm wird nicht nur die Fehlerentfernung ermittelt; aus der Form des Echoimpulses kann auch auf die Fehlerart, z.B. Wellenwiderstands-Erhöhung oder -Erniedrigung, geschlossen werden. Außerdem ergibt die Echoamplitude ein ungefähres Maß für die Fehlergröße. Mit dem Gerät lassen sich z.B. Kurzschlüsse an erdfreien Adern, Erdschlüsse, Aderunterbrechungen usw., allgemein der Ort von Wellenwiderstands-Abweichungen auffinden. Allmählich entstehende Leitungsfehler können bei regelmäßiger Überwachung schon erkannt werden, bevor sie sich auf den Betrieb der Fernsprechsysteme auswirken. Ein besonderer Vorzug des Meßverfahrens ist es, daß auch kurzzeitig auftretende Fehler, z.B. Wackelkontakte, bequem als solche zu erkennen und zu orten sind.

Es können Freileitungen bis zu einer Länge von 200 km sowie symmetrische und koaxiale Kabel bis zu einer Länge von etwa 10 bis 20 km geprüft werden. Durch den Einsatz des Echographen an beiden Enden der Leitung können Freileitungen bis zu 400 km und kabelleitungen von etwa 20 bis 40 km Länge untersucht werden. Auch bei alladrigen Nebenschlüssen und Unterbrechungen ist die Ortung schnell und genau durchführbar, die z.B. bei Gleichstrom-Messungen nur mit großem Aufwand gelingt und unter Umständen ungenaue Ergebnisse hat. Dabei werden alle vor einem Totalfehler (Aderbruch oder Kurzschluß) liegenden Wellenwiderstands-Abweichungen entsprechend ihrer richtigen Entfernung angezeigt. Nach der Beseitigung des Totalfehlers sind auch unter Umständen dahinter liegende im Schirmbild erkennbar und einzeln meßbar.
Die Genauigkeit der Messung ermöglicht es, an Freileitungen den Fehlerort bis auf etwa zwei Mastfelder zu bestimmen. Mit einer Hilfs-Stoßstelle, wie sie z.B. beim Anklemmen eines Fernsprechapparates entsteht, kann der Fehlerort noch genauer bestimmt werden. Bei Leitungen, die für beweglichen Einsatz aus einzelnen Längen mit Kupplungsstücken zusammengesetzt sind, läßt sich die gestörte Länge oder auch die schadhafte Kupplung angeben.
An Erdkabeln ist ein weitentfernter Fehlerort auf 30 bis 80 m genau bestimmbar. Da fast immer Reflexionsstellen bekannter Entfernung, z.B. Verteiler, Muffen, Pupinspulen usw., vorhanden oder bei Arbeiten an den Spleißstellen leicht herstellbar sind, kann auch in diesem Fall die Ortungsgenauigkeit durch eine Relativmessung weiter erhöht werden.
Ferner ermöglicht der Echograph die Ortung von Nahnebensprech-Kopplungen. Sind z.B. in einem Fernsprechkabel die Adern a und b innerhalb eines Spleißes vertauscht und innerhalb eines zweiten noch einmal (Rückkreuzung), so kann diese Leitung benachbarte Kreise durch starkes Nebensprechen stören. Der Echograph zeigt die Vertauschungsstellen eindeutig ihrem Ort entsprechend durch zwei Impulse verschiedener Richtung an. Diese Möglichkeit läßt sich zusammen mit der Ortung von Wellenwiderstands-Änerungen beim Entspulen von Kabeln vorteilhaft auswerten. Hier ist ein Auffinden von falschen Ausgleichskondensatoren, Spulen, Kreuzungs- oder Spleißfehlern schnell und eindeutig durchführbar.
Es ist weiterhin in einfacher Weise möglich, Anpassunge im TF-Bereich, z.B. an Einführungskabeln, Impedanzwandlern und Abschlußwiderständen, zu beurteilen. Auch beim Abgleich des Wellenwiderstands-Verlaufes entlang einer Verzögerungskette z.B. aus LC-Gliedern erzielt man nach dem gleichen Verfahren erhebliche Zeitersparnisse.

Mit Rücksicht auf seinen beweglichen Einsatz beim Meß- und Montagedienst ist der Echograph möglichst klein und widerstandsfähig gehalten. Er zeichnet sich auch durch besonders einfache Bedienung und durch hohe Konstanz der Entfernungseichung aus.
Die Betriebsspannungen liefert über den eingebauten Netzteil das Wechselstromnetz 110/220 V. Das Gerät kann aus einer Batterie über einen Einanker-Umformer oder mit einem Motoraggregat betrieben werden.
 

II. Elektrische Werte

 

 
 
 
allgemein Kabel Freileitung
Sendepuls
Pulsfolgefrequenz etwa 3 kHz etwa 360 Hz
Sendepuls-Amplitude etwa 40 VSS (an 125 Ohm) etwa 140 VSS (an 600 Ohm)
Fußpunktbreite des Impulses etwa 1 µs
Anstiegszeit des Impulses etwa 0,1 µs

Horizontalauslenkung
Meßbereich
   entspricht für e = 1,08
   entspricht für e = 5
0 bis 150 µs
etwa 22 km
etwa 10 km
0 bis 1400 µs
etwa 200 km
-
Zeitmaßstab (Basis) für die Darstellung
auf der Bildröhre
   Übersicht
   Lupe, fest
   verschiebbar in Schritten von
0 bis 150 µs
0 bis 5 µs
15 µs
0 bis 1400 µs
-
70 µs

Vertikalauslenkung
Frequenzbereich etwa 5 bis > 2000 kHz
Verstärkung bei 5 kHz
   nach annähernd log. Anstieg bei 400 kHz
etwa 35 db
etwa 95 db
Wellenwiderstands-Änderung dZ/Z
   noch gut erkennbar
   bei größter meßbarer Laufzeit
   bei vernachlässigbar kleiner Leitungsdämpfung
10 bis > 30 %
< 1 %
> 30 %
< 1 %
Unsymmetriedämpfung des einganges X' für die
   Ortung von Nahnebensprech-Kopplungen
> 70 db

Gabelschaltung für symmetrische und
unsymmetrische Leitungen
Unsymmetriedämpfung des Einganges X
   zwischen 10 und 500 kHz
> 70 db
Widerstandsbereich
   der eingebauten Nachbildung
60 bis 190 Ohm 510 bis 640 Ohm
Netzanschluß 110/220 V +/-10%
48 bis 60 Hz
etwa 75 VA

III. Arbeitsweise

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